Seniorengerechte Umbauten

Oktober 3, 2010 - 11:58 pm No Comments

Die demografische Entwicklung geht derzeit nur in eine Richtung – und zwar Richtung Überalterung unserer Gesellschaft. Das moderne Gesundheitswesen, die Verdrängung gefährlicher Krankheiten in der westlichen Welt sowie allgemeiner Wohlstand haben dazu beigetragen, dass sich die Lebenserwartung heutzutage drastisch erhöht hat. Aber nicht jeder, der lange lebt, lebt auch gesund. Gewisse körperliche Beeinträchtigungen sind mit fortschreitendem Alter ganz normal, man muss nur lernen, damit umzugehen.

Hören und Sehen fällt schwerer

Wissenschaftlich erwiesen ist es, dass die Sinne mit fortschreitendem Alter immer mehr nachlassen. Man wird schwerhörig, die Speisen schmecken nicht mehr ganz so vielfältig wie noch vor 20 Jahren und ohne Brille kann man kaum noch etwas erkennen. So geht es aber nicht nur Einzelnen, sondern den Meisten. Für die Schwerhörigkeit gibt es deshalb Hörgeräte, die dank neuester Technologien jeden Gehörverlust ohne Qualitätseinbußen ausgleichen können. Brillen haben heute eine leichte Tönung gegen zu helles Licht und bieten dank der modernen Gleitsichtgläser auch die Möglichkeit, auf spezielle Lesebrillen verzichten zu können. Und man kann sich natürlich für alle Dinge mehr Zeit lassen, weil der Körper es nicht mehr ohne Weiteres verzeiht, wenn man sich zu sehr beeilt und deshalb irgendwo anstößt oder gar hinfällt.

Diese Dinge können die Meisten dank ihrer Krankenversicherung finanzieren, auch wenn sie selbst einen Teil zuzahlen müssen. Richtig aufwändig wird es aber, wenn das Haus oder die Wohnung seniorengerecht umgebaut und eingerichtet werden muss. Mal abgesehen von der Zeit, die man mit Beratungen und Handwerkern investieren muss, kostet es auch eine ganze Stange Geld, von der man den größten Teil selbst tragen muss.

Die Beine wollen nicht mehr

Wenn die Beine nicht mehr so recht wollen und die Treppe zu einem nahezu unüberwindbaren Hindernis wird, muss Abhilfe geschaffen werden. Die optimale Lösung ist in solchen Fällen ein Treppenlift, der nach entsprechender Beratung und Abmessung auf nahezu jede Treppe gebaut werden kann. Natürlich ist es bei geraden Treppen einfacher als bei Wendeltreppen, aber Anfertigungen nach Maß – die dann auch mal etwas länger dauern können – lösen auch dieses Problem. Doch nicht nur die Treppe kann ein Problem darstellen, auch die sanitären Einrichtungen müssen entsprechend angepasst werden.

Dazu gehört nicht nur die Sitzmöglichkeit unter der Dusche, sondern vor allem auch ein seniorengerechter Einstieg für Dusche und Wanne. Haltegriffe erleichtern das Hinsetzen und Aufstehen enorm, auch neben der Toilette können diese Griffe ohne Probleme angebracht werden. Einen Teil dieser Umbauten finanziert die Pflegeversicherung, diese Zuschüsse müssen bei dem jeweiligen Institut beantragt werden. Wer sich das also sparen möchte, der achtet beim Hausbau oder Wohnungskauf von vornherein darauf, dass es sich dort auch im Alter gut leben lässt, sofern man eben wirklich nicht noch einmal umziehen möchte.

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